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Darum solltest du mit einer Festbrennweite fotografieren

Du hast dir eine Spiegelreflex- oder Systemkamera gekauft und bist irgendwie unzufrieden mit deinen Fotos? Erst das richtige Objektiv wird das Maximum aus deiner Kamera herauskitzeln. Aus diesen 5 Gründen wird es Zeit für eine Festbrennweite.


Als Foto-Anfänger kauft man seine Kamera gerne in einem Kit. Dazu gehört meistens ein Zoomobjektiv. Die Linse scheint flexibel einsetzbar und lockt vor allem mit relativ niedrigen Kosten im Rahmen eines Sets mit Kamerabody. Nun ziehst du los, knipst und fotografierst aber irgendwie hauen dich deine Ergebnisse nicht vom Hocker. Das kann ganz schön frustrierend sein und im schlimmsten Fall verwahrlost deine Kamera sogar nach einigen Wochen im Schrank. Und das, obwohl die Lösung eigentlich ganz einfach ist.

Mehr Leidenschaft durch eine Festbrennweite

Durchforstet man Foto-Blogs und Online-Foren hört man es an jeder Ecke: “Fotografier’ doch mal mit einer Festbrennweite!” Aber was ist eine Festbrennweite überhaupt? Und was ist so toll an einer Linse, mit der man nicht mal zoomen kann?

Eine teure Kamera ist eben nur die halbe Miete. Ein noch so genialer Kamerasensor kann die flachsten und langweiligsten Bilder liefern, wenn man ihn nicht mit einer hochwertigen Linse ausstattet. Festbrennweiten sorgen für den gewünschten Wow-Effekt, wenn man sich nach hochwertigen Bildern und mehr Leidenschaft im Foto-Alltag wünscht. Und das hat 5 gute Gründe.

1. Festbrennweiten sorgen für Top-Bildqualität

Wie der Name schon sagt, legt man sich mit einer Festbrennweite auf eine einzige Brennweite fest (am beliebtesten sind hier 35mm oder 50mm). Das bedeutet aber auch: Du kannst nicht zoomen. Damit geht aber ein entscheidender Vorteil einher. Die Linse ist komplett für ihren feststehenden Bildwinkel optimiert. Konkret bedeutet das brillante Schärfe und mehr Details in deinen Aufnahmen. Im Vergleich zu einem Zoomobjektiv müssen hier absolut keine Kompromisse eingegangen werden und deine Fotos werden einfach top.


2. Festbrennweiten sind lichtstark

Eine weitere Beschaffenheit von Festbrennweiten ist deren große Blendenöffnung. Festbrennweiten bringen sehr oft Blendenzahlen von f/1.8, f/1.4 oder sogar f/1.2 mit. Das ist im Vergleich zu einem herkömmlichen Kit-Objektiv ein enormer Unterschied. Diese kleinen Blendenzahlen sorgen für eine extrem weiche Hintergrundunschärfe und für helle Bilder auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Der neue professionelle Look deiner Fotos wird dafür sorgen, dass du die Festbrennweite nie mehr abnehmen willst.

Die Offenblende erzeugt auf diesem Bild ein schönes Bokeh im Hintergrund.

3. Festbrennweiten sind klein und leicht

Oft erfordert die Verarbeitung einer Festbrennweite weitaus weniger Material als die eines Zoomobjektivs. Dies hat zum Vorteil, dass die Linsen nicht nur deutlich kleiner, sondern auch leichter sind als Zoomobjektive. Bessere Fotos und gleichzeitig mehr Platz im Rucksack – das klingt doch gar nicht so übel, oder?


4. Festbrennweiten sind günstig

Der kleinere Materialaufwand geht meistens auch mit niedrigeren Kosten einher. Lichtstarke Festbrennweiten gibt es von Canon oder Nikon bereits für unter 100-200 Euro. Zu welcher Brennweite du am besten greifst, hängt davon ab, was du gerne fotografieren möchtest. Für Porträts sind 50mm oder 85mm am besten geeignet. Möchtest du hingegen mehr Landschafts- oder Streetfotos machen, sind 35mm für dich die bessere Wahl. Gerade auf Reisen sind 35mm oder 50mm wahre Allroundtalente, mit denen du bestens gewappnet bist.


5. Festbrennweiten fördern deine Kreativität

Zugegeben – dass man mit Festbrennweiten nicht zoomen kann, mag am Anfang erst mal abschreckend klingen. So scheint es, man würde sich einschränken und seine komplette Flexibilität hergeben. Doch Festbrennweiten trainieren dein fotografisches Auge. Vor allem als Einsteiger neigt man dazu, allein über die Zoomfunktion das eigene Bild zu komponieren. Indem du aber mit einem feststehenden Blickwinkel arbeitest, bekommst du Schritt für Schritt ein besseres Gefühl für den Bildaufbau. Du wirst merken, wie du zunehmend auf leitende Linien oder die Richtung des Lichts achtest. Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Gestaltungsmittel man findet, wenn man nicht mehr den Zoomring bedienen kann. Du kannst beispielsweise schöne Unschärfe im Vordergrund dafür nutzen, eine Tiefenwirkung zu erzeugen.


Du möchtest mehr erfahren? So machst du Fotos mit schöner Hintergrundunschärfe.

Kommentare anzeigen (3)
  • Hi Maren,

    Bei den Festbrennweiten bewege ich mich so im 50mm Bereich, aber auch 35mm kommt öfters am Vollfomat zum Einsatz.

    Dabei muss man beachten, das ich mit Vollformat, APS-C, MFT, 1 Zoll und dem Pentax Q Senorformat fotografiere. Da muss man immer den Cropfaktor im Kopf haben. Bei der Pentax Q hat ein 50mm Objektiv den gleichen Bildwinkel wie ein ca 270mm Objektiv im KB-Sensor. 🙂

    Da ich mich fast ausschliesslich im Altglasbereich bewege, ist von D-Mount bis zu Großformatojektiven so ziemlich alles dabei. Aus Spaß habe ich auch schon mal das eine oder andere Objektiv selber gebaut und ausprobiert.

    Als, ein wenig verrückt bin ich schon, aber dazu stehe ich auch 🙂

    LG Bernhard
    P.S.: Auf meinem Profil findest Du einen Link auf meinen Fotoblog

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