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Landschaftsfotografie – So gelingen dir tolle Bergfotos

Eindrucksvolle Gebirge und weite Täler! Einige der schönsten Foto-Kulissen befinden sich in den Hochgebirgen unserer Welt. Doch diese Berge und Landschaften lassen sich nicht immer so leicht und spektakulär darstellen. Wir zeigen dir hier, wie du bei deiner nächsten Wandertour, tolle Bergfotos machst.

Egal ob Instagram, Facebook oder anderen Social-Media-Kanälen – überall findest du makellose Bergpanoramas, beeindruckende Berggipfel-Bilder oder andere traumhafte Momentaufnahmen. Was vielleicht nach einem Schnappschuss aussehen mag, ist jedoch oft das Ergebnis von guter Recherche-Arbeit, passendem Fotoequipment und guter Bildbearbeitung. Wenn du folgende Tipps beachtest, werden deine nächsten Bergfotos garantiert ein echter Blickfang.

Die Vorbereitung und das nötige Equipment

Wer kennt es nicht: Du bist auf Wandertour und dein Rucksack ist einfach zu schwer. Neben deinem wichtigsten Equipment, der Kamera, solltest du dich auf wenige Objektive im Vorfeld beschränken. Ein Weitwinkelobjektiv und ein Standardzoomobjektiv sollten für gewöhnlich ausreichen. Darüber hinaus packe verschiedene Filter, wie Pol-, UV-, und ND-Filter, in deinen Rucksack ein. Diese können dir in verschiedenen Lichtsituationen helfen und nehmen nicht viel Platz ein. Ein gutes, stabiles Stativ ist in der Landschaftsfotografie Pflicht. Mit ihm hast du die Möglichkeit Belichtungsreihen für spätere HDR-Aufnahmen zu erstellen, Langzeitbelichtungen zu schießen und insgesamt einen sicheren Halt mit deiner Kamera zu haben. Um beispielsweise Über- oder Unterbelichtungen korrigieren zu können, solltest du auf jeden Fall im RAW-Format fotografieren.

Wie bei vielen Outdoor-Fototouren solltest du auch hier im Vorfeld Wettervorhersagen und Lichtverhältnisse checken. Plane deine Wandertour gut und schau, wann du wo sein möchtest – je nach Motiv, solltest du Übernachtungen mit einplanen.

Wichtig, wichtiger, am wichtigsten – die Drittel-Regel

Du und jeder andere Fotograf, der sich intensiver mit der Fotografie beschäftig, stößt auf die Drittel-Regel. Sie ist eine einfache und doch effektive Regel, welche selbst ein simples Motiv für den Betrachter spannend wirken lässt und für eine harmonische Bildaufteilung sorgt. Dabei wird das Foto horizontal und vertikal in gleichgroße Drittel aufgeteilt. Platziere beispielsweise Übergang zwischen Himmel und Bergen auf der oberen horizontalen Drittellinie und rücke wichtige Bildelemente an einen der Linienschnittpunkte. Experimentiere ruhig mit der Anordnung deines Hauptmotivs und vermeide es, es stumpf mittig zu platzieren. Meist kannst du bei deiner Kamera die Raster-Funktion einstellen, sodass dir die Aufteilung leichter fällt.


Dynamik dank führenden Linien

Ein einfach anzuwendender Trick, für eine starke Bildwirkung sind diagonale Linien. Diese führenden Linien, verliehen deinem Foto eine gewisse Dynamik und führen buchstäblich den Blick des Betrachters zum eigentlichen Hauptmotiv. Sie ziehen den Betrachter regelrecht ins Bild hinein. Bei Bergfotos bieten sich vor allem Wanderwege und Zäune an.


Interessante Bilder durch verschiedene Schichten

Eine ausdrucksstarkes Bergaufnahme kommt dann zur Geltung, wenn nicht nur die weit entfernten Berge zu sehen sind, sondern sich auch etwas im Vorder- und Mittelgrund abspielt. Integriere Wanderbänke, Blumen, Felsen oder andere schöne Vordergrundmotive in dein Bild und bilde alles, bei geschlossener Blende, scharf ab. Natürlich kannst du auch den Spieß umdrehen und nur den Vordergrund, bei offener Blende, scharf abbilden. Egal welchen Stil du nutzt, so zauberst du das gewisse Etwas in dein Foto.

Achte darauf, wann du fotografierst

Wie auch in anderen Fotografie-Genres solltest du auch hier es vermeiden, in der Mittagssonne zu fotografieren. In der Mittagszeit ist das Licht für gute Fotos zu hart und grell. Nicht ohne Grund wird der Zeitraum nach Sonnenaufgang bzw. vor Sonnenuntergang als „goldene Stunde“ bezeichnet. Genau dann wirft die Sonne lange Schatten und hüllt die Landschaft in sanftes, warmes Licht. Bezaubernd wirkt die goldene Stunde in der Bergfotografie, wenn du diesen Effekt mit der oben genannten Schicht-Technik kombinierst. Bergketten setzen sich durch das Licht mit unterschiedlichen Helligkeiten voneinander ab, sodass der Vordergrund dunkel, der Mittelgrund dunkelblau oder lila und der Hintergrund rötlich-orange wirkt.

Scheu dich aber nicht vor Wolken oder schlechtem Wetter – Auch dann können interessante und spannende Bilder entstehen.


Keine Farbe? – Fotografiere in Schwarzweiß!

Es kann vorkommen, dass egal wie gut du dein Bild geschossen und bearbeitet hast, keine schöne Stimmung und lebendige Farben zum Vorschein kommen. In so einem Fall solltest du versuchen, das Bild einfach in Schwarzweiß darzustellen. So bekommt ein flaues Farbbild, durch die Schwarzweiß-Umwandlung, einen dramatischen Charakter.

Jetzt bist du dran! Wir wünschen dir viel Spaß und Erfolg bei deinen nächsten Aufnahmen!

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