Du liest gerade
Nie wieder langweilige Urlaubsfotos

Wir kennen es alle: Man kommt aus dem Urlaub zurück und auf der Speicherkarte befinden sich tausende Fotos. Doch irgendwie sind die Landschaftsfotos fad und dem Bild am Strand fehlt das gewisse Etwas. Wir haben einige Tipps für dich, wie du langweiligen Urlaubsfotos für immer den Rücken kehrst.


Selten empfinden wir unsere Umwelt so ästhetisch wie im Urlaub. Man ist entspannt und erkundet die ungewohnte Umgebung – meistens sogar bei tollem Wetter. Aber woran liegt es, dass deine Fotos von Landschaften und Städtchen häufig langweilig und flach wirken?

Fotografieren statt Knipsen

Der raue Ozean und die malerischen Pinienwälder schreien förmlich danach, fotografiert zu werden. Es scheint daher verlockend, in einer kurzen Zeit sehr viele Fotos zu machen, bei denen man sich aber nicht wirklich Zeit nimmt für eine kreative Komposition. Die Lösung gegen langweilige Urlaubsfotos scheint deshalb einfach wie schwierig zugleich: Du musst dich bewusst mit deinen Motiven auseinandersetzen. Wie das konkret geht, erfährst du jetzt.

Die Perspektive wechseln

Die einfachste Lösung, eintönige Urlaubsfotos zu umgehen, ist, die Perspektive zu wechseln. Das glaubst du nicht? Die Mehrheit der Menschen sieht und fotografiert ihre Umgebung aus einer einzigen Perspektive: aus dem Stand. Man sieht das bei vielen Touristen, die an Aussichtspunkten ihr Handy zücken. Das sorgt allerdings dafür, dass alle Fotos gleich und austauschbar wirken. Außerdem wird ein unüberlegter Schnappschuss von einem Sonnenuntergang nur selten so atemberaubend aussehen, wie die Szene eigentlich war.

Umgehe das Problem, indem du dich das nächste Mal beispielsweise auf den Boden legst oder dich auf eine Erhebung stellst. Bei Gebäuden kannst du auch mal probieren, deine Kamera auf den Boden zu legen und sie nach oben zu richten. Aus welcher Perspektive wirkt dein Motiv fotogen? Probiere einfach ein bisschen aus. Du wirst erstaunt sein, wie stark das die Spannung deiner Fotos erhöht.

Die richtige Tageszeit wählen

Egal wie viele Blogposts du zum Thema Reisefotos liest, eine Sache wirst du fast überall lesen: Wähle die richtige Tageszeit für dein Shooting. Deine Landschaft kann noch so idyllisch und dein Strand noch so menschenleer sein, wenn die Sonne von oben auf dein Motiv knallt, entzieht das deinen Fotos Tiefe und Atmosphäre. Harte Schlagschatten und grelle Farben sorgen dann dafür, dass dir deine Fotos einfach nicht gefallen wollen. Im schlimmsten Fall, bist du dann sogar so frustriert, dass du deine Kamera gar nicht mehr in die Tasche steckst.

Versuche in Zukunft, die Dämmerung für deine Fotos zu nutzen. Die goldene Stunde kurz vor Sonnenuntergang taucht einfach jedes Motiv in ein einzigartiges Licht. Auch die blaue Stunde nach Sonnenuntergang ist sehr reizvoll. Dann pushen bläuliche Pastelltöne dein Foto mit einer ganz besonderen Lichtstimmung.


Spannung erzeugen mit dem Horizont

Gerade bei Landschaftsfotos haben Foto-Einsteigerinnen und -Einsteiger oft mit langweiligen Bildausschnitten zu kämpfen. Daran kann unter Umständen der Horizont schuld sein. Hast du dich schon mal dabei ertappt, wie du diesen mehrheitlich in der Bildmitte platziert hast? Das ist ein häufiger Anfängerfehler. Denn ein in der Bildmitte verlaufender Horizont kann schnell für eine unausgeglichene Aufteilung sorgen. Der Grund dafür: Die Proportion von 50:50 sorgt dafür, dass deine Betrachter*innen einfach nicht wissen, wo sie hinschauen sollen.

Frage dich stattdessen, was du im Foto betonen möchtest? Ist es die Landschaft mit ihren Hügeln und Tälern? Dann platziere den Horizont eher am oberen Bildrand. Geht es dir um die dramatischen Wolkenformationen? Dann entscheide dich für einen Horizont im unteren Bilddrittel. Das heißt jedoch nicht, dass du den Horizont in der Bildmitte um jeden Preis vermeiden musst. Du solltest dich lediglich mit ihm auseinandersetzen und dich so für den optimalen Ort entscheiden.


Das Motiv natürlich einrahmen

Du kannst auch mal versuchen, deinem Fotomotiv mit umliegenden Ästen und Blättern einen natürlichen Rahmen zu verleihen. Das sorgt nicht nur für mehr Spannung im Bild, sondern erzeugt auch eine reizvolle Tiefenwirkung. So sorgst du dafür, dass der Blick deiner Betrachter*innen regelrecht in das Foto hineingezogen wird. Du kannst den Fokus auf dein Hauptmotiv weiter erhöhen, indem du die Blende deines Objektivs etwas mehr öffnest. So wird der Rahmen im Vordergrund zusätzlich schön weichgezeichnet. Die Motividee eignet sich gerade in der Landschaftsfotografie hervorragend, um Fotos mit Wow-Effekt zu kreieren.


Last but not least: Selektieren

Oft neigen Anfänger*innen dazu, zu viele Fotos aufzunehmen und anschließend Familie und Freunde bei der Präsentation zum Gähnen zu bringen. Unser Tipp deshalb: Triff eine Auswahl von maximal 100-150 deiner besten Bilder. Damit sorgst du dafür, dass die Aufmerksamkeit von Anfang bis Ende auf deiner Reise liegt und du noch die ein oder andere Anekdote zum Besten geben kannst. Ein zusätzlicher Pluspunkt: Du sparst dir garantiert viele Stunden bei der Bildbearbeitung.


Nach oben scrollen