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So gelingen dir tolle Männer-Porträts im Gegenlicht

Männer überzeugend in Szene zu setzen ist nicht immer ganz einfach – schwieriger als Frauen. Darüber hinaus kann das Fotografieren gegen die Sonne oft zu mangelhaften Aufnahmen führen. Das muss aber nicht sein! Wir zeigen dir hier, wie dir tolle Gegenlicht-Porträts bei Männern gelingen.

Gegenlicht muss nicht immer etwas Schlechtes heißen, vor allem wenn du es bewusst einsetzt. Dieses Licht besitzt einen ganz eigenen Charme und verleiht deinen Portraits sowohl einen verträumten, romantischen als auch einen dramatischen Touch.

Was sind Gegenlichtaufnahmen?

Gegenlichtaufnahmen sind die Art von Bildern, bei dem du deine Hauptlichtquelle hinter deinem Motiv platzierst. Jedoch ist Gegenlicht nicht gleich Gegenlicht – In der Regel werden künstliche Beleuchtungen benutzt, um den Effekt am besten zur Geltung zu bringen. Aber du kannst diesen Effekt auch mit natürlichem Licht, wie etwa der Sonne erreichen.


Mach dich mit einigen Einstellungen vertraut

Um gute Gegenlichtaufnahmen hinzubekommen solltest du dich erstmal mit einigen von deinen Kamera-Einstellungen vertraut machen. Da Gegenlichtbilder extreme Helligkeitsunterschiede besitzen, empfehlen wir dir auf jeden Fall im RAW-Format zu fotografieren. In diesem Format werden viel mehr Bildinformationen gespeichert, sodass du Kontraste, Lichter und Farben später optimal und verlustfrei bearbeiten und anpassen kannst.

Ebenfalls solltest du nicht den Weißabgleich ignorieren, denn dieser hilft dir, die Farben in deinem Bild so gut wie möglich zu erhalten. Gerade bei Gegenlichtaufnahmen können die Farben durch das starke Licht ausblassen. Wir empfehlen dir den WB-Tageslicht zu benutzen.

Die Spotmessung, wenn vorhanden, gewährt deiner Kamera, auf einen ganz bestimmten Bereich des Bildes zu fokussieren und die bestmögliche Belichtung zu bestimmen. Das Gegenlicht kommt hier dann gar nicht in die Messung mit ein, da der „Spot“ relativ klein ist und du so leichter Korrekturen vornehmen kannst.

Beim Thema Fokussieren raten wir dir den Manuellen-Fokus zu benutzen. Gerade bei komplexen Lichtverhältnissen wie Gegenlicht macht der Autofokus der meisten Objektive nicht mehr mit. Tipp: Nimm dir den Live-Bild-Modus zur Hilfe!


Das wann und wo ist entscheidend!

Um einwandfrei gegen die Sinne fotografieren zu können, solltest du entweder früh am Morgen, unmittelbar nach dem Sonnenaufgang oder erst spät am Abend loslegen. Dann steht die Sonne tief am Horizon und du kannst sie gut hinter deinem Motiv platzieren, wodurch leuchtende Lichtstrahlen und -säume entstehen.

Auch wenn der offene Himmel erstklassig aussehen mag, er wird es nicht hinter deinem Motiv. Denn wenn du richtig belichtet hast, wird der Himmel grell und ausgebrannt sein, welches dein Gegenlichtfoto recht uninteressant wirken lässt. Fotografier stattdessen leicht von oben, um noch viel vom Untergrund mit auf das Foto zu nehmen. Bäume, Sträucher, Wiesen, sowie Autos, Glasscheiben und vielem mehr eignen sich beispielsweise sehr gut als Location.


Die Bildgestaltung und Pose

Das Gegenlicht der Sonne sorgt für richtige Dramatik. Dies kann besonders bei eigentlich „banalen“ Settings für den Kick sorgen. Außerdem ist es möglich, dass du das Licht schräg als Streifenlicht nutzt.
Damit deine Models einen gut aussehenden Augenreflex bekommen, solltest du sie leicht in den Himmel blicken lassen.
Bei Männerporträts ist die Pose ein wichtiger Aspekt. Hier steht tendenziell der Oberkörper beim Mann im Vordergrund. So werden breite Schultern, kein dominierender Bauch und ein ernster Gesichtsausdruck oft als „männlich“ beschrieben. Die Seite wirkt bei Männern oft sehr vorteilhaft, da sie einen schlanker wirken lässt – Dafür sollte aber eine Lücke zwischen Armen und Bauch vorhanden sein, sodass der Bauch optisch flacher wirkt. Sind die Arme bei einem Halb- oder Ganzkörperporträt angelegt und angespannt, wirkt dein Model breiter und kräftiger.

Nun ran ans Werk! Wir wünschen dir viel Spaß und Erfolg bei deinen Aufnahmen!

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